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... wie es uns gelingen kann gesundheitsförderliche Vorhaben nachhaltig umzusetzen

15. Dezember 2025

Ein paar Kilos verlieren, gesündere Ernährung, regelmäßig Sport treiben, ein neues Hobby als Ausgleich zum Beruf finden, statt Fernsehen und Netflix am Abend lieber lesen … viele Menschen kennen diese Vorhaben. Man schmiedet mit großer Euphorie Pläne, aber nicht selten passiert es, dass man einige Monate später mit Ernüchterung feststellen muss, dass die Motivation dann noch nicht gereicht hat. Man ärgert sich über sich selbst oder hört gar auf solche Vorhaben zu überlegen.

Was sind die Erfolgsfaktoren für eine erfolgreiche Verhaltensänderung? 

  • Das Timing spielt eine wesentliche Rolle!
    Jegliche Form von Neuanfängen oder anderen bedeutungsvollen Ereignissen
    (z.B. Jobwechsel, Pensionsantritt, Umzug, gesundheitliche Krisen, Kalenderdatum wie Geburtstag oder Jahreszeitenwechsel) sind ein guter Zeitpunkt für Verhaltensänderungen, da hier die Motivation ein neues Kapitel aufzuschlagen größer is
  • Setzen Sie sich realistische Ziele!
    Überfordern Sie sich nicht mit unrealistischen Ansprüchen an sich selbst und mehreren Veränderungen auf einmal. Grenzen Sie ihr Vorhaben ein und konkretisieren Sie dieses.     
  • Erzählen Sie anderen von Ihren Plänen!
    Wenn wir Arbeitskollegen, Partner und Freunde von unseren Vorhaben erzählen, werden wir durch diese auch an das Vorhaben erinnert. Das kann motivierend wirken.       
  • Suchen Sie sich den richtigen Kontext!
    Schaffen Sie sich Umgebungsfaktoren, die eine Verhaltensänderung leichter machen. Sorgen Sie z.B. dafür, dass das, was Sie zur Verhaltensänderung benötigen näher ist, als das was sie loslassen wollen (z.B. Chips vs. Nüsse) oder umgeben Sie sich mit Menschen, die Ihr gewünschtes Verhalten bereits umsetzen (z.B .Mittagessen in der Kantine vs. am Raucherplatz).                                                                                                                                                    
  • Es braucht Wiederholung! 
    Jede Veränderung beginnt mit Tag 1. Damit aus dem neuen Vorsatz aber eine Gewohnheit wird, benötigt es laut Forschung im Schnitt 66 Tage. Die konkrete Zeit ist abhängig von der Person, ihrem Verhalten und den Umständen, unter denen sie versucht das veränderte Verhalten zur Gewohnheit werden zu lassen.   
  • Bleiben Sie freundlich mit sich!
    Es gibt kein Alles-oder-Nichts Prinzip – sprich – wenn es gelegentlich nicht gelingt das neue Vorhaben umzusetzen, bedeutet dies noch lange kein Scheitern! Denken Sie darüber nach, wie Sie einem/r guten FreundIn an dieser Stelle begegnen würden.
  • Belohnen Sie sich!
    Belohnung ist vor allem zu Beginn der Verhaltensveränderung wichtig. Dabei hat besonders das Glücksgefühl, welches wir erleben, wenn uns etwas gelingt eine belohnende Wirkung (intrinsische Motivation!).
    Machen Sie Ihre Erfolge sichtbar, z.B. mit Hilfe einer Checkliste, die am Kühlschrank hängt und täglich abgehakt wird.
    Schmälern Sie Ihren Erfolg keinesfalls durch den Vergleich mit anderen. Dies wäre kontraproduktiv!

Quellen:

Clear, J. (2014). How long does it actually take to form a new habit? (Backed by science). The Huffington Post, 10.

Schäfer, A. (2024, Juli). Die Straße der guten Gewohnheiten: Wie wir loswerden, was uns nicht guttut, und Dinge dauerhaft verändern. Psychologie heute, 12-21.